Was kostet eine Website 2026?
Von 500 € bis 50.000 € — die Preisspanne ist enorm. Hier erkläre ich dir ehrlich, warum das so ist, was welche Option wirklich kostet und wo die häufigsten Kostenfallen lauern.
Die kurze Antwort: Es kommt drauf an — aber hier ist die Orientierung
Wenn du googelst "Was kostet eine Website", bekommst du Antworten zwischen 0 € und 100.000 €. Das ist frustrierend — und meistens nicht hilfreich. Die Wahrheit ist: Der Preis hängt davon ab, was du brauchst, wer es baut und wie langfristig du denkst.
Zum Vergleich: Laut WebFX kostet eine durchschnittliche kleine Unternehmenswebsite in den USA zwischen 2.000 und 9.000 US-Dollar — also grob das, was auch in Deutschland für einen soliden Freelancer-Auftrag realistisch ist. Für die meisten Kleinbetriebe hier gilt: Eine ordentliche professionelle Website liegt zwischen 1.500 € und 5.000 € einmalig — plus laufende Kosten von 50–150 € pro Monat für Hosting, Domain und Wartung.
Die drei Wege zur Website — und was sie kosten
Weg 1: Baukastensystem (Wix, Squarespace, Jimdo)
Baukastensysteme sind die günstigste Option auf den ersten Blick. Du baust die Website selbst, zahlst keine Agentur — nur die monatliche Abo-Gebühr. Klingt gut. Aber:
- Monatliche Kosten: 15–45 € pro Monat (Wix Business: ca. 36 €/Monat)
- Nach 5 Jahren: 900–2.700 € — nur für die Plattform
- SEO-Einschränkungen: Baukastensysteme sind bei technischem SEO deutlich schwächer als WordPress oder individuelle Lösungen — Ladezeit, Core Web Vitals und strukturierte Daten lassen sich kaum vollständig optimieren
- Versteckte Kosten: Premium-Templates, zusätzliche Apps, E-Commerce-Gebühren
Für wen? Hobbyseiten, temporäre Projekte oder wenn du wirklich nur eine digitale Visitenkarte brauchst und keine Kunden über Google gewinnen willst.
⚠️ Achtung: Wenn du auf Wix gebaut hast und irgendwann wechseln willst, kannst du die Website nicht einfach exportieren. Du fängst von vorne an. Das wird oft vergessen — und kostet doppelt.
Weg 2: Freelancer
Ein Webdesign-Freelancer baut dir eine individuelle Website — ohne Agentur-Overhead. Du hast einen direkten Ansprechpartner, der dein Projekt von Anfang bis Ende kennt. Das schlägt sich in der Qualität nieder.
- One-Pager / Visitenkarte: 500–1.500 €
- Unternehmenswebsite (5–8 Seiten): 1.500–4.000 €
- Mit Shop, Buchungssystem oder Blog: 3.000–7.000 €
- Stundensatz in Deutschland: 60–120 €/h (je nach Erfahrung und Spezialisierung)
Die meisten deutschen Kleinbetriebe sind mit einem guten Freelancer am besten bedient. Kein unnötiger Overhead, schnelle Kommunikation, faire Preise.
Weg 3: Agentur
Agenturen haben ein Team aus Designern, Entwicklern, Textern und Projektmanagern. Das ist bei großen, komplexen Projekten sinnvoll. Für eine lokale Handwerkerseite oder einen Friseursalon aber oft schlicht überdimensioniert — und du zahlst für den Overhead mit.
- Kleine Agentur (5–8 Seiten): 3.000–10.000 €
- Mittelgroße Agentur: 8.000–25.000 €
- Große Full-Service-Agentur: 15.000–50.000 €+
- Stundensatz: 100–200 €/h
Übersicht: Was kostet welche Art von Website?
| Website-Typ | Freelancer | Agentur |
|---|---|---|
| One-Pager / Visitenkarte | 500–1.500 € | 1.500–4.000 € |
| Unternehmenswebsite (5–8 Seiten) | 1.500–4.000 € | 4.000–12.000 € |
| Website mit Onlineshop | 3.000–7.000 € | 8.000–20.000 € |
| Website mit Buchungssystem | 2.500–6.000 € | 6.000–15.000 € |
| Individuallösung / Webanwendung | 8.000–20.000 € | 15.000–50.000 €+ |
Was beeinflusst den Preis — die 5 wichtigsten Faktoren
1. Anzahl der Seiten
Mehr Seiten = mehr Arbeit. Ein One-Pager braucht weniger Zeit als eine 10-seitige Website mit Unterseiten für jede Leistung. Jede Unterseite ist aber auch eine weitere Chance, bei Google gefunden zu werden — gerade für lokales SEO ist das entscheidend.
2. Design: Template oder individuell?
Ein angepasstes Template ist günstiger als ein komplett individuelles Design. Für die meisten Betriebe ist ein hochwertiges, angepasstes Template aber vollkommen ausreichend — und es sieht trotzdem professionell aus.
3. Funktionen
Kontaktformular: günstig. Onlineshop mit 500 Produkten: teuer. Buchungssystem mit Kalender-Synchronisation: mittel. Jede Funktion braucht Entwicklungszeit.
4. Texte und Fotos
Viele vergessen das: Der Preis für die Website enthält oft keine Texte und keine Fotos. Professionelle Texte kosten 80–150 € pro Seite, ein Fotoshooting 300–800 €. Frag immer, ob das inbegriffen ist.
5. SEO-Optimierung
Eine Website die bei Google nicht gefunden wird, ist wertlos. Laut Google führen 46 % aller Suchanfragen zu einer lokalen Erkundung — grundlegendes On-Page-SEO (Meta-Tags, Ladezeit, Mobile, Struktur) sollte deshalb immer enthalten sein. Tiefes Keyword-Research und Linkbuilding sind separate Leistungen.
Laufende Kosten — das vergessen die meisten
Die Einmalkosten für die Erstellung sind nur die halbe Wahrheit. Danach kommen:
- Hosting: 5–30 €/Monat (je nach Anbieter und Traffic)
- Domain: 10–20 €/Jahr (.de-Domain)
- SSL-Zertifikat: meist kostenlos (Let's Encrypt)
- Wartung & Updates: 0 € (wenn du es selbst machst) bis 150 €/Monat (bei Pflegevertrag)
- Backups: oft im Hosting enthalten, manchmal extra
Realistisch gerechnet: Eine professionelle Website kostet nach der Erstellung 50–150 € pro Monat im laufenden Betrieb.
Die 4 häufigsten Kostenfallen
Kostenfalle 1: "Günstig" ohne Texte und Fotos
Ein Angebot für 800 € klingt verlockend. Aber wenn Texte und Fotos nicht enthalten sind, zahlst du nachher 800 € für eine leere Hülle — und dann nochmal für Content.
Kostenfalle 2: Kein Hosting im Angebot
Frag immer: Ist Hosting inbegriffen? Für wie lange? Was passiert danach? Manche Freelancer und Agenturen bieten günstige Erstellungspreise, verdienen aber über teure Hosting-Pakete.
Kostenfalle 3: Kein Wartungsvertrag — dann Ärger mit Updates
WordPress und Plugins müssen regelmäßig aktualisiert werden. Wer das ignoriert, hat nach einem Jahr eine Sicherheitslücke oder eine kaputte Website. Entweder du machst es selbst oder du bezahlst jemanden dafür.
Kostenfalle 4: Nachträgliche Änderungen ohne Fixpreis
Klär vorher: Wie viele Revisionsrunden sind inbegriffen? Was kostet nachträgliche Änderungen? Ohne das im Vertrag hast du keine Planungssicherheit.
💡 Mein Rat: Lass dir immer ein schriftliches Festpreisangebot geben, das Texte, Fotos (oder den Hinweis darauf dass du sie lieferst), Hosting für ein Jahr und mindestens eine Runde Änderungen enthält. Alles andere lädt zu bösen Überraschungen ein.
Was bekommst du für dein Geld? — Ein realistisches Bild
Für 1.500–3.000 € bei einem guten Freelancer bekommst du eine saubere, mobile-optimierte Unternehmenswebsite mit 4–6 Seiten, Kontaktformular, Google-Maps-Integration, grundlegendem SEO und einem Jahr Hosting. Das reicht für die meisten lokalen Betriebe vollkommen aus.
Für 3.000–6.000 € bekommst du mehr Seiten, individuelleres Design, tieferes SEO, eventuell ein Buchungssystem oder Blog — und alles auf einem technisch soliden Fundament das du Jahre lang nutzen kannst.
Unter 800 € solltest du kritisch sein: Entweder ist der Freelancer sehr günstig und hat wenig Erfahrung, das Angebot enthält kaum Leistung, oder es ist ein Baukastensystem das du "nur" einrichten lässt.
Fazit
Eine gute Website ist eine Investition, kein Kostenpunkt. Eine professionelle Seite die bei Google rankt, täglich Anfragen bringt und dein Unternehmen seriös darstellt, amortisiert sich in den meisten Fällen innerhalb von 6–12 Monaten.
Die wichtigste Frage ist nicht "Was kostet die Website?" sondern "Was bringt mir die Website?" — und die Antwort darauf rechtfertigt meistens jeden vernünftigen Preis.
Kostenloses Angebot für deine Website
Ich erstelle dir ein transparentes Festpreisangebot — ohne versteckte Kosten, ohne Überraschungen.
Jetzt anfragen →